{"id":2552,"date":"2024-05-17T15:07:59","date_gmt":"2024-05-17T13:07:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/?p=2552"},"modified":"2024-07-10T05:16:35","modified_gmt":"2024-07-10T03:16:35","slug":"notfall-krisen-und-kontinuitaetsmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/?p=2552","title":{"rendered":"Notfall-, Krisen- und Kontinuit\u00e4tsmanagement"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Notfall-, Krisen- und Kontinuit\u00e4tsmanagement (englisch: Business Continuity Management, BCM) ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr Organisationen, insbesondere auch oder gerade im Logistiksektor. Notfall-, Krisen- und Kontinuit\u00e4tsmanagement zielt darauf ab, kritische Gesch\u00e4ftsprozesse auch w\u00e4hrend St\u00f6rungen und Krisen aufrechtzuerhalten. Die folgenden Kapitel heben die Bedeutung bew\u00e4hrter Praktiken und L\u00f6sungen im Bereich BCM hervor. Es behandelt Themen wie rechtliche Anforderungen, listet die zu beachtenden Risikobereiche und behandelt die Erfordernisse im Bereich von IT-Compliance, IT-Governance und einer m\u00f6glichen Integration im Kontext von IT-Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Kontinuit\u00e4tsmanagement an sich sollte rechtzeitig in einem Unternehmen umgesetzt sein, sodass Notfall und Krisen erst gar nicht eintreten. Sollte es passieren, muss jeder Betroffene durch das Notfallmanagement wissen, wie zu reagieren ist. Es ist selbstsprechend, dass jede vorher festgelegte Vorgehensweise die Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend eines Notfalls erleichtern. Der interne und externe Umgang des Notfalls ist mithilfe eines <strong>Krisenmanagements<\/strong> zu regeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Themengebiet ist \u00e4u\u00dferst umfangreich und umfasst <strong>betriebswirtschaftliche<\/strong>, <strong>technische<\/strong> und <strong>rechtliche<\/strong> Gesichtspunkte. W\u00e4hrend das <strong>Notfall- und Krisenmanagement auf den Umgang mit aktuellen Ereignissen fokussiert<\/strong> ist, zielt das <strong>Kontinuit\u00e4tsmanagement<\/strong> darauf ab, im Voraus \u00fcber <strong>potenzielle Vorf\u00e4lle nachzudenken<\/strong> und die bestm\u00f6gliche Bew\u00e4ltigungsstrategie zu planen (Sp\u00f6rrer 2014, S. 8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Es ist grunds\u00e4tzlich wichtig, St\u00f6rungen im Gesch\u00e4ftsbetrieb zu vermeiden. Der neue internationale Standard f\u00fcr Business Continuity Management (BCM), die ISO 22301, welche eine Weiterentwicklung des britischen Standards BS 25999 ist, betont die Verantwortung der Unternehmer angesichts der Stagnation der Weltwirtschaft, politischer Unruhen und der Staatsschuldenkrise. Es ist entscheidend, dass Unternehmen sicherstellen, dass sie auf alle relevanten <strong>sozialen<\/strong>, <strong>politischen<\/strong> und <strong>wirtschaftlichen<\/strong> <strong>Bedrohungen<\/strong> vorbereitet sind. Im Folgenden werden Beispiele f\u00fcr m\u00f6gliche Notfallszenarien aufgef\u00fchrt, die mithilfe eines effektiven Business Continuity Management Systems bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Zu den grundlegenden Notfallszenarien geh\u00f6ren Ereignisse, die als h\u00f6here Gewalt gelten und sowohl im versicherungstechnischen als auch im rechtlichen Bereich relevant sind (Sp\u00f6rrer 2014, 2014, S. 8\u201313).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die nachfolgende Liste enth\u00e4lt potenzielle Ursachen f\u00fcr Notfallsituationen, die mithilfe eines effektiven Business Continuity Management Systems angegangen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-1024x605.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2553\" width=\"768\" height=\"454\" srcset=\"https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-1024x605.png 1024w, https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-300x177.png 300w, https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image-768x454.png 768w, https:\/\/ruchti-tec.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/image.png 1085w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Tabelle 1: Notfallszenarien (Quelle: Eigene Darstellung angelehnt an (Sp\u00f6rrer 2014, S. 11)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die f\u00fcnf wichtigsten Management-Tipps ver\u00f6ffentlicht, die ein Konzept zur Bew\u00e4ltigung von Herausforderungen wie <strong>Streiks<\/strong>, <strong>Lieferkettenausf\u00e4llen<\/strong>, <strong>politischen Unruhen<\/strong> und <strong>Kundenverlusten<\/strong> skizzieren. Die Entwicklung einer Business Continuity- und \u00dcberlebensstrategie ist entscheidend, um Bedrohungen zu vermeiden und wird von einem international renommierten Expertenteam als Spitzenreiter der vorgeschlagenen Tipps genannt. Es sollten nicht nur die internen Prozesse betrachten, sondern auch das <strong>Management der wichtigsten Lieferanten<\/strong> im Blick behalten werden. Laut dem BSI testen zu wenige Unternehmen ihr BCM. Unabh\u00e4ngig von der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe ist es entscheidend, die Umsetzung der Pl\u00e4ne zu trainieren (Bettina Christ-Lammarck 20121).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Die Studie &#8222;Planning for the worst \u2013 The 2012 Business Continuity Management Survey&#8220;, die im M\u00e4rz 2012 ver\u00f6ffentlicht wurde, zeigt auf, dass Organisationen mit BC-Pl\u00e4nen klare Vorteile genie\u00dfen, wenn es darum geht, mit kritischen Vorf\u00e4llen und Krisen umzugehen. Laut dem CMI-Bericht gaben 82 Prozent der Organisationen, die 2011 ihre BCM-Pl\u00e4ne aktivieren mussten, an, dass BCM ihnen erm\u00f6glichte, <strong>schneller als \u00fcblich zum normalen Betrieb zur\u00fcckzukehren<\/strong>. Ebenso wurden von <strong>81 Prozent weniger Gesamtunterbrechungen berichtet<\/strong>. Der Bericht enth\u00fcllt im Weiteren, dass nur 22 Prozent der Organisationen ein umfassendes Notfall-Szenario durchf\u00fchren, um den BCM-Plan zu testen. Unternehmen tendieren vermehrt dazu, interne Aufgaben an externe Dienstleister auszulagern. Im Hinblick auf Compliance ist es essenziell, dass Unternehmen bereit sind auch, externe Expertise in Anspruch zu nehmen, insbesondere bei fehlenden qualifizierten internen Ressourcen, inklusive Risiken im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation (Gemma Pearson and Patrick Woodman 2012, S. 1\u201328).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Der Prozess des IT-Risikomanagements erfordert das Verst\u00e4ndnis aller Verpflichtungen seitens des Unternehmers und der Mitarbeiter, einschlie\u00dflich der Umsetzung und Dokumentation dieser Anforderungen dabei ist die Identifizierung neuer Verpflichtungen von grosser Bedeutung. Die Herausforderungen des Business Continuity Managements bestehen darin, mit Ereignissen umzugehen, diese die Services, Anwendungssysteme und Prozesse eines Unternehmens derart beeintr\u00e4chtigen, dass sie entweder mit erheblichem Aufwand oder gar nicht mehr fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Erhebliche Verluste k\u00f6nnten eintreten, die durch Beispielsweise Naturkatastrophen, Anschl\u00e4ge oder Infrastrukturausf\u00e4lle etc. verursacht werden. Ein Ziel des Business Continuity Managements besteht darin, die Wiederherstellung der IT-Prozesse innerhalb der festgelegten Zeitr\u00e4ume in den Service Level Agreements (SLA) definiert in solchen Situationen zu erm\u00f6glichen. Dabei werden die zuvor erstellten Sicherungs- und Notfallpl\u00e4ne herangezogen. Es ist weder effizient noch finanziell realistisch, alle IT-Services zu ber\u00fccksichtigen. Daher werden durch eine <strong>Risikoanalyse<\/strong> die <strong>kritischen IT-Prozesse identifiziert<\/strong> und <strong>angemessene Risikominderungsma\u00dfnahmen ergriffen<\/strong>, um ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Risiko und Kosten zu gew\u00e4hrleisten. Ergebnisse des Business Continuity Managements k\u00f6nnen Versicherungs- und Kooperationsvertr\u00e4ge sein, um ein definiertes Ma\u00df an Sicherheit f\u00fcr die Fortf\u00fchrung zu etablieren. (Sp\u00f6rrer 2014, S. 12\u201313).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Ben Musgrave and Patrick Woodman der Firma Deloitte beschreiben, dass W\u00e4hrend der COVID-19 Pandemie viele Unternehmen aktiv im Krisenmanagement t\u00e4tig waren oder noch sind. In dieser Zeit haben Business Continuity Management (BCM) Pl\u00e4ne und Krisenmanagementpl\u00e4ne sowie ihre entsprechenden Funktionen eine erh\u00f6hte Bedeutung erlangt, um rasch auf die Krise zu reagieren. BCM wird als umfassendes Managementsystem angesehen, das die Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t sicherstellt und \u00fcber blo\u00dfe Notfallpl\u00e4ne hinausgeht. Es bietet die Gelegenheit, nicht nur kurzfristig auf Krisen zu reagieren, sondern auch <strong>langfristig die Widerstandsf\u00e4higkeit einer Organisation zu verbessern<\/strong>. Dabei ist es wichtig, Schnittstellen zu anderen zentralen Funktionen und Managementsystemen wie Risikomanagement, IT, Supply Chain, Produktion, Personalwesen und Finanzen gezielt zu nutzen. Die erforderlichen Anpassungen und Ver\u00e4nderungen, die w\u00e4hrend der Covid-19 Pandemie deutlich wurden, sollten genutzt werden, um das <strong>BCM weiterzuentwickeln<\/strong> und die <strong>Widerstandsf\u00e4higkeit des Unternehmens nachhaltig zu st\u00e4rken<\/strong> (Ben Musgrave and Patrick Woodman 2013).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Notfall-, Krisen- und Kontinuit\u00e4tsmanagement (englisch: Business Continuity Management, BCM) ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr Organisationen, insbesondere auch oder gerade im Logistiksektor. Notfall-, Krisen- und Kontinuit\u00e4tsmanagement zielt darauf ab, kritische Gesch\u00e4ftsprozesse auch w\u00e4hrend St\u00f6rungen und Krisen aufrechtzuerhalten. Die folgenden Kapitel heben die Bedeutung bew\u00e4hrter Praktiken und L\u00f6sungen im Bereich BCM hervor. Es behandelt Themen wie rechtliche Anforderungen, listet die zu beachtenden Risikobereiche und behandelt die Erfordernisse im Bereich von IT-Compliance, IT-Governance und einer m\u00f6glichen Integration im Kontext von IT-Sicherheit. Das Kontinuit\u00e4tsmanagement an sich sollte rechtzeitig in einem Unternehmen umgesetzt sein, sodass Notfall und Krisen erst gar nicht eintreten. Sollte es passieren, muss jeder Betroffene durch das Notfallmanagement wissen, wie zu reagieren ist. Es ist selbstsprechend, dass jede vorher festgelegte Vorgehensweise die Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend eines Notfalls erleichtern. Der interne und externe Umgang des Notfalls ist mithilfe eines Krisenmanagements zu regeln. Das Themengebiet ist \u00e4u\u00dferst umfangreich und umfasst betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche Gesichtspunkte. W\u00e4hrend das Notfall- und Krisenmanagement auf den Umgang mit aktuellen Ereignissen fokussiert ist, zielt das Kontinuit\u00e4tsmanagement darauf ab, im Voraus \u00fcber potenzielle Vorf\u00e4lle nachzudenken und die bestm\u00f6gliche Bew\u00e4ltigungsstrategie zu planen (Sp\u00f6rrer 2014, S. 8). Es ist grunds\u00e4tzlich wichtig, St\u00f6rungen im Gesch\u00e4ftsbetrieb zu vermeiden. Der neue internationale Standard f\u00fcr Business Continuity Management (BCM), die ISO 22301, welche eine Weiterentwicklung des britischen Standards BS 25999 ist, betont die Verantwortung der Unternehmer angesichts der Stagnation der Weltwirtschaft, politischer Unruhen und der Staatsschuldenkrise. Es ist entscheidend, dass Unternehmen sicherstellen, dass sie auf alle relevanten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedrohungen vorbereitet sind. Im Folgenden werden Beispiele f\u00fcr m\u00f6gliche Notfallszenarien aufgef\u00fchrt, die mithilfe eines effektiven Business Continuity Management Systems bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. Zu den grundlegenden Notfallszenarien geh\u00f6ren Ereignisse, die als h\u00f6here Gewalt gelten und sowohl im versicherungstechnischen als auch im rechtlichen Bereich relevant sind (Sp\u00f6rrer 2014, 2014, S. 8\u201313). Die nachfolgende Liste enth\u00e4lt potenzielle Ursachen f\u00fcr Notfallsituationen, die mithilfe eines effektiven Business Continuity Management Systems angegangen werden k\u00f6nnen. Tabelle 1: Notfallszenarien (Quelle: Eigene Darstellung angelehnt an (Sp\u00f6rrer 2014, S. 11) Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die f\u00fcnf wichtigsten Management-Tipps ver\u00f6ffentlicht, die ein Konzept zur Bew\u00e4ltigung von Herausforderungen wie Streiks, Lieferkettenausf\u00e4llen, politischen Unruhen und Kundenverlusten skizzieren. Die Entwicklung einer Business Continuity- und \u00dcberlebensstrategie ist entscheidend, um Bedrohungen zu vermeiden und wird von einem international renommierten Expertenteam als Spitzenreiter der vorgeschlagenen Tipps genannt. Es sollten nicht nur die internen Prozesse betrachten, sondern auch das Management der wichtigsten Lieferanten im Blick behalten werden. Laut dem BSI testen zu wenige Unternehmen ihr BCM. Unabh\u00e4ngig von der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe ist es entscheidend, die Umsetzung der Pl\u00e4ne zu trainieren (Bettina Christ-Lammarck 20121). Die Studie &#8222;Planning for the worst \u2013 The 2012 Business Continuity Management Survey&#8220;, die im M\u00e4rz 2012 ver\u00f6ffentlicht wurde, zeigt auf, dass Organisationen mit BC-Pl\u00e4nen klare Vorteile genie\u00dfen, wenn es darum geht, mit kritischen Vorf\u00e4llen und Krisen umzugehen. Laut dem CMI-Bericht gaben 82 Prozent der Organisationen, die 2011 ihre BCM-Pl\u00e4ne aktivieren mussten, an, dass BCM ihnen erm\u00f6glichte, schneller als \u00fcblich zum normalen Betrieb zur\u00fcckzukehren. Ebenso wurden von 81 Prozent weniger Gesamtunterbrechungen berichtet. Der Bericht enth\u00fcllt im Weiteren, dass nur 22 Prozent der Organisationen ein umfassendes Notfall-Szenario durchf\u00fchren, um den BCM-Plan zu testen. Unternehmen tendieren vermehrt dazu, interne Aufgaben an externe Dienstleister auszulagern. Im Hinblick auf Compliance ist es essenziell, dass Unternehmen bereit sind auch, externe Expertise in Anspruch zu nehmen, insbesondere bei fehlenden qualifizierten internen Ressourcen, inklusive Risiken im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation (Gemma Pearson and Patrick Woodman 2012, S. 1\u201328). Der Prozess des IT-Risikomanagements erfordert das Verst\u00e4ndnis aller Verpflichtungen seitens des Unternehmers und der Mitarbeiter, einschlie\u00dflich der Umsetzung und Dokumentation dieser Anforderungen dabei ist die Identifizierung neuer Verpflichtungen von grosser Bedeutung. Die Herausforderungen des Business Continuity Managements bestehen darin, mit Ereignissen umzugehen, diese die Services, Anwendungssysteme und Prozesse eines Unternehmens derart beeintr\u00e4chtigen, dass sie entweder mit erheblichem Aufwand oder gar nicht mehr fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Erhebliche Verluste k\u00f6nnten eintreten, die durch Beispielsweise Naturkatastrophen, Anschl\u00e4ge oder Infrastrukturausf\u00e4lle etc. verursacht werden. Ein Ziel des Business Continuity Managements besteht darin, die Wiederherstellung der IT-Prozesse innerhalb der festgelegten Zeitr\u00e4ume in den Service Level Agreements (SLA) definiert in solchen Situationen zu erm\u00f6glichen. Dabei werden die zuvor erstellten Sicherungs- und Notfallpl\u00e4ne herangezogen. Es ist weder effizient noch finanziell realistisch, alle IT-Services zu ber\u00fccksichtigen. Daher werden durch eine Risikoanalyse die kritischen IT-Prozesse identifiziert und angemessene Risikominderungsma\u00dfnahmen ergriffen, um ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Risiko und Kosten zu gew\u00e4hrleisten. Ergebnisse des Business Continuity Managements k\u00f6nnen Versicherungs- und Kooperationsvertr\u00e4ge sein, um ein definiertes Ma\u00df an Sicherheit f\u00fcr die Fortf\u00fchrung zu etablieren. (Sp\u00f6rrer 2014, S. 12\u201313). Ben Musgrave and Patrick Woodman der Firma Deloitte beschreiben, dass W\u00e4hrend der COVID-19 Pandemie viele Unternehmen aktiv im Krisenmanagement t\u00e4tig waren oder noch sind. In dieser Zeit haben Business Continuity Management (BCM) Pl\u00e4ne und Krisenmanagementpl\u00e4ne sowie ihre entsprechenden Funktionen eine erh\u00f6hte Bedeutung erlangt, um rasch auf die Krise zu reagieren. BCM wird als umfassendes Managementsystem angesehen, das die Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t sicherstellt und \u00fcber blo\u00dfe Notfallpl\u00e4ne hinausgeht. Es bietet die Gelegenheit, nicht nur kurzfristig auf Krisen zu reagieren, sondern auch langfristig die Widerstandsf\u00e4higkeit einer Organisation zu verbessern. Dabei ist es wichtig, Schnittstellen zu anderen zentralen Funktionen und Managementsystemen wie Risikomanagement, IT, Supply Chain, Produktion, Personalwesen und Finanzen gezielt zu nutzen. Die erforderlichen Anpassungen und Ver\u00e4nderungen, die w\u00e4hrend der Covid-19 Pandemie deutlich wurden, sollten genutzt werden, um das BCM weiterzuentwickeln und die Widerstandsf\u00e4higkeit des Unternehmens nachhaltig zu st\u00e4rken (Ben Musgrave and Patrick Woodman 2013).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2508,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2552","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2552"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2552\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2555,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2552\/revisions\/2555"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ruchti-tec.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}